17. November 2015 reichten die Lokale Agenda und Münster nachhaltig einen gemeinsam unterschriebenen Antrag gemäß § 24 GO beim Rat der Stadt Münster ein, mit dem sie anregten, Münster möge sich um die Teilnahme am Projekt „Global nachhaltige Kommune“ bewerben.

Die Stadt ist diesem Antrag gefolgt und gehört nun zu den ersten 16 NRW-Städten und -Kommunen, die an dem Modellprojekt teilnehmen!

Worum geht es?

Bei dem Projekt „Global nachhaltige Kommune“ geht es konkret darum, auf kommunaler Ebene bis zum Herbst 2017 ein Handlungsprogramm für nachhaltige Entwicklung und die dazugehörige Beteiligungs- und Steuerungsstruktur zu entwickeln und zu etablieren, das die erstmals global gültigen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals (SDG), gemäß den lokalen Erfordernissen berücksichtigt. Begleitet und unterstützt wird dieser ca. zwei Jahre dauernde Prozess von der Landesarbeitsgemeinschaft Lokale Agenda 21 NRW e. V.

In dem Ausschreibungsprospekt heißt es unter anderem:

Die kommunalen Akteure aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft erarbeiten Lösungsansätze für eine nachhaltige Stadtentwicklung im Kontext der globalen UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs). Es wird ein strategisches Steuerungsinstrument etabliert (Zielsystem, Ressourcenplanung, Umsetzungsstrukturen, Controlling).
Die Kommunen erarbeiten passgenau auf ihre eigenen Bedarfe angestimmte Handlungsprogramme.
Durch eine indikatorengestützte Nachhaltigkeitsberichterstattung und einen Leitfaden wird eine Fortschreibung des Handlungsprogramms ermöglicht. Was passiert konkret?

Die Verantwortung für die Durchführung des Projektes liegt bei der Stadt Münster. Ansprechpartner sind Wolfram Goldbeck und Uschi Sander vom Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit.

Verwaltungsübergreifend wurde eine sog. „Steuerungsgruppe“ gegründet, in der Vertreterinnen und Vertreter verschiedener städtischer Institutionen sitzen. Zudem wurde ein „Projektbeirat“ etabliert, in dem rund 35 kommunale Akteure vertreten sind (neben Münster nachhaltig auch das Umweltforum oder die AG Lokale Agenda).